01.01.2014, 17:04 Uhr

Kurioser Einsatz an Silvester Mit Mamas und Papas Handschellen gespielt: Polizei muss Sechsjährigen befreien

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Die Silvesternacht hält für die Polizei bekanntermaßen die eine oder andere Überraschung bereit. Genau dies passt auch zu einem Einsatz, den Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach zu absolvieren hatten. Es galt nämlich, einen Sechsährigen von Handschellen zu befreien, die er sich in der elterlichen Wohnung angelegt hatte.

ASCHAFFENBURG-HÖSBACH Hilfesuchend waren Mama, Oma und der kleine Junge bei der Polizei aufgetaucht. Schnell stellte sich heraus, dass der Schlüssel für die Polizeihandschellen für die Plüsch-Handschellen natürlich nicht passte. Trotzdem gelang es den Ordnungshütern, den Jungen mit "Spezialwerkzeug" zu befreien. Die Silvesterfeier war gerettet.

Der ungewöhnliche Vorfall, der schließlich die Polizei auf den Plan rief, ereignete sich in einer Wohnung in einer Spessartgemeinde. Dort hatten sich die Familienmitglieder versammelt, um den Jahresausklang gebührend zu feiern. Offenbar war es dem Sechsjährigen dabei doch ein bisschen langweilig, was ihn schließlich dazu veranlasste, auf Erkundungstour zu gehen. Dabei fand er dann in einem Schrank die Plüsch-Handschellen, die seine Neugierde offenbar besonders weckten. Schnell waren die Handschellen angelegt und das Erstaunen danach groß, dass sie nicht mehr zu öffnen waren.

Mit gefesselten Händen tauchte der Bub schließlich im Kreise seiner Familie wieder auf. Da sich der Junge die Handschellen sehr eng angelegt hatte, unternahmen seine Angehörigen auch keine eigenen Versuche, diese wieder zu öffnen. Außerdem war auch der dazu passende Schlüssel nicht mehr aufzufinden.

Wie oft in solchen Situationen erinnert man sich gerne an die Polizei als Freund und Helfer. Schnell machten sich Mutter, Oma und der kleine Unglücksrabe gegen 21.15 Uhr auf den Weg zur nicht weit entfernten Dienststelle der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach. Allerdings stellten sich die Erwachsenen die „Befreiung“ des Kindes einfacher vor, als es letztendlich war. Mutter und Oma waren nämlich der Überzeugung, dass die dienstlich gelieferten Handschellenschlüssel der Polizei auch für die Plüschhandschellen eines einschlägigen Versandhauses passten. Trotzdem wussten die Beamten Rat. Schnell waren Zangen und ähnliche "Spezialwerkzeuge" herbeigeschafft, mit denen es dann gelang, die Handschellen fachmännisch zu öffnen.

Die Mine des bei seinem Auftauchen bei der Polizei noch leicht verängstigten und skeptisch dreinschauenden Buben hellte sich zunehmend auf. Auch die aufmunternden Worte der Beamten trugen dazu bei, dass sich der Schüler in den Diensträumen der Autobahnpolizei immer wohler fühlte. Als er die Handschellen dann endlich wieder los war, war große Erleichterung angesagt.

Oma, Mutter und der Sechsjährige wurden dann mit den besten Wünschen für das neue Jahr von den Ordnungshütern wieder verabschiedet. Durch die Befreiungsaktion der Polizei war dann auch die weitere Silvesterfeier gerettet.


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