06.04.2020, 10:56 Uhr

Volleyball Doppelaufstieg für die SG Regensburg Süd

 Foto: SG Regensburg Süd Foto: SG Regensburg Süd

Beide Herrenmannschaften der SG Regensburg Süd schaffen den verdienten Aufstieg. Ab sofort ist man in der Bezirksklasse und der Bezirksliga vertreten!

Regensburg. Am Donnerstag, 12. März, entschied der Bayerische Volleyball-Verband, dass die Saison vorzeitig beendet wird. Grund hierfür waren die wachsenden Zahlen der an Corona infizierten Personen. Um die Ausbreitung auszubremsen, griff der Verband zu diesem ungewöhnlichen Mittel. Diese Entscheidung traf die SG Regensburg Süd vorerst natürlich schwer, so verständlich sie auch ist. Denn am Samstag, 21. März, stand das letzte und entscheidende Saisonspiel an gegen die Verfolger aus Abensberg und Hainsacker. Hierfür war bereits ein Fanbus organisiert worden, der mit knapp 60 Mitfahrern ausgebucht war. Es sollte ein wahres Spektakel werden, leider kam aber alles anders.

„Es war für uns alle eine große Enttäuschung, schließlich hatte man sich darauf schon mental und körperlich vorbereitet und war heiß auf diesen Spieltag“, bemerkte der Außenangreifer Fernando Acosta. Nach dieser Meldung wusste man natürlich vorerst nicht, wie es nun weiter geht und hatte keine Planungssicherheit. Zum Glück hat der Verband relativ zügig Auf- und Abstiegsregelungen getroffen und veröffentlicht. Durch diese Regelungen kann die Spielgemeinschaft nun den Doppelaufstieg feiern. Die zweite Mannschaft belegt den ersten Platz in der Kreisliga und schafft damit den Sprung in die Bezirksklasse.

Während der gesamten Saison hat man um jeden Punkt gekämpft und auch wenn das Team frisch zusammengewürfelt war, wuchs es schnell zusammen und musste lediglich zwei Niederlagen hinnehmen. Beide übrigens gegen die Favoriten vom VC Hohenfels/Parsberg II. Beim ersten Team ist es ähnlich. Ein runderneuertes Team ging auf das Feld und musste sich erst einmal einspielen. Man merkte das am ersten Match der Saison, dem Pokalspiel gegen den TSV Abensberg III. Bis zum Start der Liga arbeiteten die Spieler und Coach Leo Fuß hart an sich und fanden immer besser zusammen. So mussten die Volleyballer innerhalb der gesamten Saison nur eine einzige Niederlage gegen den TSV Abensberg III hinnehmen – und das auch obwohl man vorerst in Führung ging mit 1:0.

Mit diesem Erfolg haben die Regensburger einen ersten Schritt in die richtige Richtung geschafft. Denn die Gemeinschaft hat sich auf die Fahnen geschrieben, den Volleyball in Regensburg und Umgebung mehr zu etablieren. „In Regensburg sind bereits viele Sportarten sehr gut vertreten, Volleyball gehört allerdings bisher nicht dazu.“, so Coach Leo Fuß, „hier wollen wir entgegenwirken und den Sport attraktiv für Jung und Alt machen“. Jetzt hat man vorerst Planungssicherheit für die kommende Saison, allerdings macht die aktuelle Krise einen Strich durch alle Planungen für Feierlichkeiten. Hier gilt es erst einmal abzuwarten.

Natürlich halten sich die Volleyballer dennoch zu Hause bestens fit. „Der Trainer bietet zu den Trainingszeiten immer Online-Meetings zu Sportthemen an, außerdem gibt es jeden Samstag ein gemeinsames Workout“, schwärmt der Kapitän Lukas Landendinger. Mit diesen Maßnahmen bleiben alle fit und sind bereit um wieder in das Training einzusteigen, sobald es wieder möglich ist. Auch der Förderverein der Abteilung rüstet sich für die neue Saison in den neuen Ligen und will Sponsoring-Partner hinzugewinnen. „In der Spielgemeinschaft wird richtig gute Arbeit geleistet, wir als Förderverein wollen das natürlich mit unseren Möglichkeiten unterstützen“, teilt der erste Vorstand Thomas Meier mit. Hierfür ist man aber natürlich auf die Unterstützung von großzügigen Sponsoren und Spendern angewiesen, denn Volleyball ist nach wie vor in Deutschland eine Nischensportart und erfreut sich leider nicht ganz so viel Anerkennung wie zum Beispiel der Fußball. „Wir möchten es natürlich nicht verpassen, uns bei den Sponsoren sowie allen Fans und Unterstützern zu bedanken, die uns in der Saison die Treue gehalten haben!“, so Fuß. „Jetzt warten wir ab, wie sich die Situation weiterentwickelt und hoffen, dass wir bald wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen können. Wir wollen schließlich top vorbereitet in die neue Saison gehen!“


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