21.10.2019, 08:41 Uhr

Als Umzugsgut getarnt Further Zöllnern gelingt Großaufgriff – 236.000 Schmuggelzigaretten sichergestellt

Schmuggelzigaretten in Kartons. (Foto: Bundeszollverwaltung)Schmuggelzigaretten in Kartons. (Foto: Bundeszollverwaltung)

Als Umzugsgut getarnt versuchte ein 47-jähriger Lkw-Fahrer aus Südosteuropa vor Kurzem insgesamt 1.180 Stangen unversteuerte Zigaretten über Deutschland nach England zu schmuggeln.

FURTH IM WALD/STRAUBING Die Zollbeamten der Kontrolleinheit Verkehrswege Furth im Wald des Hauptzollamts Regensburg zogen den aus Österreich kommenden Sattelzug nahe Straubing aus dem fließenden Verkehr und brachten das Fahrzeug für eine erste Überprüfung auf einen Autobahnrastplatz. Auf Befragen gab der Fahrer an, Umzugsgut geladen zu haben, die Nachfrage nach Zigaretten auf der Ladefläche wurde von dem Fahrer verneint. Dennoch entschlossen sich die Further Zöllner, die Ladung etwas genauer unter die Lupe zu nehmen: Zunächst sah es so aus, dass der Fahrer hinsichtlich der Fracht die Wahrheit gesagt hatte, auf der Ladefläche befanden sich zahlreiche, unterschiedliche Packstücke. Dann jedoch weckten insgesamt 24, in schwarzer Folie eingewickelte und mit der Aufschrift „fragile“ versehene Kartons das Interesse der erfahrenen Zöllner. Nach dem Öffnen von zwei Kartons kamen bereits 20.000 Stück Schmuggelzigaretten zum Vorschein, in den übrigen 22 Kartons befanden sich weitere 216.000 Stück unversteuerte Zigaretten. Die Further Zöllner stellten das Schmuggelgut sicher und leiteten gegen den Beschuldigten ein Steuerstrafverfahren ein. Der verhinderte Steuerschaden beläuft sich auf circa 39.000 Euro. Die Zigaretten waren für den englischen Markt bestimmt. Die weitere Sachbearbeitung übernahm das Zollfahndungsamt München – Dienstort Nürnberg. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg befindet sich der Beschuldigte derzeit in Untersuchungshaft.


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