06.08.2020, 11:21 Uhr

Verfolgungsjagd Geschleuste springen aus LKW - Bundespolizei nimmt fünf Afghanen und Pakistanis im Stadtgebiet fest

 Foto: Bundespolizei Foto: Bundespolizei

Die Bundespolizei hat am Dienstag (4. August) im Freilassinger Stadtgebiet drei Afghanen und zwei Pakistanis festgenommen. Die jungen Männer hatten sich im Laderaum eines Lastwagens versteckt. Als dieser im Industriegebiet abgeladen werden sollte, verließen sie ihr Versteck und rannten davon.

Freilassing. Am Dienstagmorgen war ein LKW-Fahrer gerade in Freilassing angekommen und wollte seinen Sattelzug zum Abladen vorbereiten. Als er hierfür die Plane seines Anhängers öffnete, sprangen plötzlich fünf männliche Personen von der Ladefläche ab und rannten davon. Der 56-jährige Bulgare rief daraufhin bei der Polizei Freilassing an, welche die zuständige Bundespolizei Freilassing informierte.

Die Grenzfahnder begannen sofort, im Stadtgebiet nach den geflohenen Männern zu suchen und nahmen diese kurze Zeit später fest. Währenddessen begannen die Ermittler der Bundespolizei bereits damit, die Spuren und Beweismittel am Sattelauflieger des 56-jährigen Berufskraftfahrers zu sichern. Der Mann wurde wegen Schleusungsverdachts vorläufig festgenommen, durfte die Dienststelle jedoch bereits nach seiner Vernehmung wieder verlassen.

Die drei jungen Afghanen hatten keinerlei Ausweisdokumente dabei und äußerten ein Schutzersuchen. Die Bundespolizisten zeigten sie wegen unerlaubter Einreise sowie unerlaubten Aufenthaltes an und übergaben die vorgeblich 14- und 16-Jährigen dem Jugendamt. Der dritte, angeblich ebenfalls jugendliche Afghane wurde dagegen direkt an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weitergeleitet – das Jugendamt hatte erhebliche Zweifel, dass er tatsächlich wie behauptet erst 17 Jahre alt war.

Die 26- und 35-jährigen Pakistanis hatten ebenfalls keine Papiere dabei. Die Bundespolizei Freilassing zeigte die Männer wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthaltes an. Die Beamten schickten sie am Mittwochvormittag (5. August) nach Österreich zurück.

Wie die fünf Personen unbemerkt in den voll beladenen Sattelanhänger und über die Grenze gelangen konnten, beschäftigt nun die Ermittler der Bundespolizei.


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