06.08.2020, 16:21 Uhr

Gutes Jahr 2019 Optimismus bei der Sparkasse Regensburg

Franz-Xaver Lindl, Dr. Markus Witt und Manfred Pitzl von der Sparkasse Regensburg.  Foto: Ursula HildebrandFranz-Xaver Lindl, Dr. Markus Witt und Manfred Pitzl von der Sparkasse Regensburg. Foto: Ursula Hildebrand

Pressekonferenz einer Sparkasse in Corona-Zeiten – da bündelt sich einiges, was uns gerade beschäftigt. Am Ende aber ist in Regensburg festzustellen: Das Jahr 2019 war gut, die Krise bringt neue Chancen und die Nachfrage nach Immobilien ist ungebrochen.

Regensburg. Vorstandsvorsitzender Franz-Xaver Lindl, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Dr. Markus Witt und Vorstandsmitglied Manfred Pitzl blickten am Mittwoch, 5. August, ins Jahr 2019 zurück. Es sollte – wie jedes Jahr – Bilanz gezogen werden über das abgelaufenen Jahr. Doch 2020 war natürlich auch hier alles anders. Masken, Desinfektionsmittel und Abstand waren auch hier angesagt.

Corona-Zeiten bei der Sparkasse

Insgesamt sei man bislang gut durch die Krise gekommen. Als systemrelevant eingestuft, habe man nicht zugesperrt, Kurzarbeit sei kein Thema gewesen. Franz-Xaver Lindl berichtet von einem „Sturm an Fragestellungen und einem Sturm auf Bargeld“. Viele Kundinnen und Kunden waren verunsichert, anderer horteten Bargeld, um durch den Lockdown zu kommen. Man habe möglichst viele Filialen offen gehalten, die Zahl der Mitarbeiter im Home Office sowie bei den Telefonteams erhöht und an einem Hygienekonzept gearbeitet. Ziel sei hier gewesen, die Sicherheit der Kundinnen und Kunden, aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sicherzustellen. So habe man zum Beispiel zusätzliche Reinigungsintervalle eingeführt. Manfred Pitzl berichtete, man habe versucht, jeden der 110.000 Privatkunden persönlich zu erreichen – telefonisch oder auch per Mail: „Unsere Devise war, wir rufen jeden Kunden an und nehmen Kontakt auf“, so Pitzl. Diese so genannten Care-Calls seien sehr gut aufgenommen worden. Viele Fragen rund um Online-Banking, Kartenzahlung und die Desinfektion von Geldautomaten wurden so beantwortet. Dr. Markus Witt konnte berichten, viele Geschäftskunden „höchst verunsichert“ waren. Der Informationsbedarf sei „gigantisch“ gewesen. Erfreulich sei, dass es bislang keine Kreditausfälle gegeben habe, so Dr. Witt. „Die Instrumente des Staates greifen!“

Rückblick auf das Jahr 2019

Der eigentlich wichtige Punkt der Pressekonferenz, der Rückblick auf das Jahr 2019, fiel dann gut aus. „Mit der Leidenschaft unserer knapp 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen wir als Marktführer eine Bilanzsumme von 4,5 Milliarden Euro. Unseren 160.000 Kundinnen und Kunden in Stadt und Landkreis Regensburg stehen wir im persönlichen Gespräch ebenso wie über digitale Kanäle und soziale Medien zur Seite“, so die stellvertretende Pressesprecherin Carolin Winkelmeier. Aktuell arbeitet die Sparkasse mit Kundeneinlagen in Höhe von 3,7 Millionen Euro, der Kreditbestand beläuft sich auf 3,09 Milliarden Euro. Alleine im Jahr 2019 wurden Kreditvergaben in Höhe von 653 Millionen Euro getätigt. Auch das Interesse an Immobilien ist in der Region ungebrochen. Im Jahr 2019 konnten 200 Objekte im Gesamtwert von 80 Millionen Euro vermittelt werden. Baufinanzierungen im Wert von 300 Millionen Euro wurden getätigt. Die genauen Zahlen und Entwicklungen auf dem Immobiliensektor stellt die Sparkasse in wenigen Wochen mit ihrem Immobilienreport noch genauer vor. Pitzl betonte, dass das Thema der Digitalisierung nicht erst seit Corona besonders wichtig ist. Schon 2019 wurden über zweidrittel der privaten Girokonten online geführt, 90 Prozent dieser Online-Konten liefen dabei komplett papierlos. Auch die digitale Vermögensverwaltung werden immer wichtiger.

Ausblick auf das laufende Jahr

Das Thema Digitalisierung wird die Sparkasse weiterhin begleiten. Man wolle das mediale Beratungsangebot weiter ausbauen, so Pitzl. Die Videoberatung per Skype gehöre mittlerweile selbstverständlich dazu, daran wolle man weiter arbeiten. In einigen Wochen kann die Sparkasse auch eine Erweiterung im Bereich Apple-Pay an den Start gehen lassen. Ab dann können Sparkassenkunden mit ihrem Handy nicht mehr nur mit der Kreditkarte zahlen, sondern auch mit der Sparkassen-Karte zahlen. „Wir als Sparkassen werden hier die ersten sein“, so Pitzl.

Nach den mittlerweile abgeschlossenen Filialschließungen seien aktuell keine weiteren Schließungen angedacht, betonte Pitzl. Dieses Thema hatte die Region 2016 sehr beschäftigt.

Auch das Thema Ausbildung ist der Sparkasse wichtig. Die neue Azubi-kampagne, die seit April mit dem Hashtag #hierbistdurichtig online ist, komme gut an, man wolle vor allem junge Leute ansprechen, denn der Beruf der Bankkauffrau und des Bankkaufmannes sei ein Beruf mit Zukunft. Aktuell sind 28 Auszubildende bei der Sparkasse Regensburg beschäftigt, im September startet etwa 20 weitere Azubis ins Berufsleben.


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