16.10.2019, 14:33 Uhr

Infos aus erster Hand Kreisräte- und Bürgermeisterfahrt in Ökomodellregion

Landrat Michael Fahmüller mit Kreisräten und Bürgermeistern aus Rottal-Inn, Mitarbeitern aus der Kreisentwicklung sowie Wagings Bürgermeister Matthias Baderhuber und Marlene Berger-Stöckl, Projektleiterin Ökomodellregion vorm Waginger (Foto: Landratsamt Rottal-Inn)Landrat Michael Fahmüller mit Kreisräten und Bürgermeistern aus Rottal-Inn, Mitarbeitern aus der Kreisentwicklung sowie Wagings Bürgermeister Matthias Baderhuber und Marlene Berger-Stöckl, Projektleiterin Ökomodellregion vorm Waginger (Foto: Landratsamt Rottal-Inn)

Der Landkreis Rottal-Inn setzt sich aktiv für die nachhaltige, ökologische Entwicklung im Landkreis ein, durch Projekte wie „Bäche.Boden.Biodiversität“ , Insektenfreundlicher Landkreis oder auch der Landkreishonig. Um Inspiration für zukünftige Projekte zu erhalten lud Landrat Michael Fahmüller Kreisräte und Bürgermeister ein, sich über das Konzept Ökomodellregion zu informieren sowie Projekte kennenzulernen. Somit führte die diesjährige Kreisräte- und Bürgermeistertour in die Ökomodellregion Waginger See – Rupertiwinkel.

ROTTAL-INN Als Projektleiterin der Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel gab Marlene Berger-Stöckl am Anfang einen Eindruck vom bisher Erreichten. Mit dem Gründungsziel, den Anteil der Bioprodukte der Ökolandwirte zu verdoppeln, sei man auf einem guten Weg. Im Bewerbungsjahr 2013 seien es in den ersten sieben Gemeinden noch 6,9 Projekt Biobetriebe gewesen, inzwischen seien es über elf Prozent.

Viel sei seit dem Startschuss im Frühjahr 2014 bewegt worden, etwa beim Öko-Ackerbau, beim Bio-Fleisch, bei der Ernährungsbildung, auf kommunaler Ebene, beim Erhalt von Streuobstwiesen und beim Artenschutz. Über 40 Ökobetriebe seien seither dazu gekommen und die Öko-Fläche sei um 43 Prozent gewachsen. „Nicht so einfach zu messen, dafür aber ebenso nachhaltig ist die gewachsene Identifikation der Menschen mit unserer Heimat.“, so Bürgermeister von Waging und Vorstandssprecher Matthias Baderhuber bei seiner Vorstellung.

Die Beteiligten stellten im Gespräch mit den Kreisräten und Bürgermeistern aus dem Landkreis Rottal-Inn die Projekte vor: das Ökogetreidelager Mussenmühle in Tacherting in Kooperation mit der Steiner Brauerei und einem Mühldorfer Knuspermüsli-Hersteller, das „Biowirtenetzwerk“ und die Biozertifizierung des Schlachthofs der Stadt Laufen.

Nach dem Mittagessen im biozertifizierten Strandkurhaus in Waging Am See ging die Kreisrätetour nach Tittmoning weiter, wo Johann Englschallinger die Teilnehmer auf seinem Bio-Milchviehbetrieb begrüßte. Der Besuch stand als Exempel für die das Chiemgau prägenden klassischen Milchviehbetriebe. Der Landwirt berichtete, wie sehr ihnen diese Kooperationen der Ökomodellregion bei der Vermarktung helfen.

„Herzlichen Glückwunsch zu dieser lebendigen, engagierten Ökomodellregion“, zeigte sich Landrat Michael Fahmüller bei der Besichtigung am Biohof Englschallinger, die später im Ökogetreidelager Mussenmühle in Tacherting fortgesetzt wurde, beeindruckt. Michael Fahmüller sieht diese Vorbild-Region als Motivation, das bisherige gute Miteinander von konventionellen und biologisch wirtschaftenden Betrieben auch im Landkreis Rottal-Inn fortzusetzen und weitere wichtige ökologische Maßnahmen auf den Weg zu bringen.


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