01.01.2014, 14:03 Uhr

Kommunalwahlen Burglengenfelder Wählergemeinschaft geht mit eigenem Bürgermeisterkandidaten ins Rennen

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Nächster Paukenschlag im Kommunalwahlkampf: Gerhard Schneeberger kandidiert in Burglengenfeld für das Bürgermeisteramt. Der 48-jährige Diplom-Verwaltungswirt (FH) und Leiter des Bürgerbüros im Rathaus sei "die seriöse und überparteiliche Alternative, nach der sich so viele Wählerinnen und Wähler angesichts der aktuellen parteitaktischen Querelen sehnen", so Stadtrat Albin Schreiner, Vorsitzender der Burglengenfelder Wählergemeinschaft (BWG – Freie Wähler).

BURGLENGENFELD "Kaum einer identifiziert sich so stark mit Burglengenfeld und weiß um die Belange unserer Bürger wie Gerhard Schneeberger", sagte Schreiner nach einer Mitgliederversammlung der BWG, bei der Schneeberger zum Bürgermeisterkandidaten der BWG ernannt wurde. "Wir sind froh, dass sich der Verwaltungsfachmann nach vertrauensvollen, sachlichen und ruhigen Gesprächen in den vergangenen Tagen dazu bereit erklärt hat, sich im Namen der BWG um das Bürgermeisteramt zu bewerben", so Schreiner weiter.

Die offizielle Nominierung Schneebergers und die Aufstellung der BWG-Liste mit Bekanntgabe aller BWG-Stadtratskandidaten wird auf einer separaten Versammlung bis Mitte Januar 2014 erfolgen, kündigte Schreiner an.

Schneeberger selbst sagte, er sei in den vergangenen Wochen von "vielen verunsicherten Bürger angesprochen und ermutigt" worden, sich als Bürgermeisterkandidat aufstellen zu lassen. Die Bürgerinnen und Bürger wünschten sich einen Bürgermeister, der alle Kräfte bündelt, um gemeinsam für das Wohl der Stadt zu arbeiten. Schneeberger: "Ich bin seit meiner Geburt tief in unserer Stadt verwurzelt und habe mich stets über meine beruflichen Aufgaben hinaus für unser Burglengenfeld engagiert."

Mit diesen Vorstellungen passt der Verwaltungsamtsrat ideal zu den Freien Wählern der Burglengenfelder Wählergemeinschaft (BWG). "Das Angebot für die Freien Wähler der BWG, also für keine politische Partei, als Bürgermeister zu kandidieren, war für mich interessant, weil ich bei der BWG alleine nach Sachlage entscheiden kann und keinen politischen Zwängen unterliege", sagte der designierte Kandidat. Schneeberger strebt in den städtischen Gremien eine offene Diskussionskultur an: "Mir ist völlig klar, dass ich mir im Falle einer Wahl Mehrheiten durch intensive Besprechungen und Überzeugungsarbeit in den einzelnen Fraktionen erarbeiten muss."

Schreiner betonte, Schneebergers Kandidatur sei auf ausdrücklichen Vorschlag der Burglengenfelder Wählergemeinschaft vorangetrieben worden. Insbesondere in den BWG-Kandidaten Theo Lorenz, Helmut Schreiner, Gerd-Rüdiger Sappa und Karl Schindler habe Schneeberger "starke Fürsprecher" gefunden. Schreiner weiter: "Selbstverständlich war der amtierende Bürgermeister Heinz Karg über alle Gespräche informiert. Die BWG arbeitet seit 1984 erfolgreich mit Heinz Karg zusammen, dem Mann, der wie kein anderer das Gesicht unserer Stadt zum positiven verändert hat. An dieser Zusammenarbeit werden wir auch in Zukunft nicht rütteln", so Schreiner.

Karg, so viel verriet Schreiner bereits, werde auf Platz 5 der BWG-Liste kandidieren und sei auf eigenen ausdrücklichen Wunsch "um mehrere Plätze auf der Liste nach hinten gewandert". Der ursprüngliche Entwurf der BWG sah Karg auf Platz 2 der BWG-Liste vor. Er habe, so Schreiner, diesen Wunsch des amtierenden Bürgermeisters "natürlich respektiert", verstehe aber auch aus diesem Grund die Bedenken der SPD gegen eine Kandidatur Kargs auf der SPD-Liste, welche letztendlich zum Zerwürfnis zwischen Karg und der SPD geführt hatten, „noch immer nicht“. Schreiner: "Der amtierende Bürgermeister hat sich bei der Liste der BWG nur insoweit eingemischt, als er weiter nach hinten wollte."

Schneeberger will "die Arbeit der Karg‘schen Politik im Wesentlichen fortführen", so dass er Burglengenfeld "auf der Erfolgsspur halten kann". Dass in den letzten 24 Jahren durch Heinz Karg viel geschaffen wurde, "um das uns andere Städte beneiden", sei absolut unbestritten. Bedenken, vom amtierenden Bürgermeister dominiert zu werden, hat Schneeberger nicht: "Ich arbeite seit 18 Jahren gut und gerne mit Heinz Karg zusammen. Warum sollte sich daran etwas ändern? Im Falle meiner Wahl wäre halt die Rollenverteilung eine andere", sagte Schneeberger.

Konkret nannte Schneeberger das Schulzentrum im Naabtalpark, das auch in Zukunft die Basis für eine bestmögliche Ausbildung der Burglengenfelder Kinder und Jugendlichen sein müsse. Eine zentrale Aufgabe sei ferner der Ausbau des Bürgertreffs am Europaplatz zu einer echten Koordinationsstelle für ehrenamtliches, bürgerschaftliches Engagement: "Dort können und sollen sich alle in den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen einbringen, denen Burglengenfeld genauso wie mir am Herzen liegt", so Schneeberger. Dazu gehöre insbesondere die Einrichtung der geplanten Seniorenberatungsstelle.

"Gerhard Schneeberger nimmt die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst. Seit mehr als zehn Jahren steht er an der Spitze des Bürgerbüros im Rathaus – er hat es dabei ausschließlich mit Bürgeranliegen zu tun", macht der frühere BWG-Vorsitzende und -Stadtrat Helmut Schreiner deutlich. „Mir hat diese Aufgabe stets Freude bereitet“, sagt Schneeberger selbst. Freilich konnte er dabei nicht immer alle Probleme lösen. "Aber ich war immer bestrebt, die Anträge ernst zu nehmen und zu versuchen, eine Lösung zu finden. Das werde ich auch in Zukunft tun."


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