01.01.2014, 13:38 Uhr

Mehr Arbeit als 2012 Knochenjob in der Silvesternacht: Stadtreinigung sammelt zehn Tonnen Müll ein

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In der letzten Nacht des Jahres geht's richtig zu. Es wird geböllert, Raketen schießen in den Nachthimmel und die Menschen prosten sich mit Sekt dem neuen Jahr zu. Der Alkohol fließt in Strömen und da ist es ganz normal, dass das ein oder andere Glas zu Bruch geht. Auch das Verpackungsmaterial der Knallkörper lassen die Meisten einfach liegen und so kommt es das in den Städten sich tonnenweise Abfall in den Straßen und Gassen anhäuft. So auch in Regensburg. Dann heißt es, ran an Schaufel und Besen, Einsatz für die Stadtreinigung.

REGENSBURG Bereits um 0.30 Uhr rücken die ersten Kräfte vom Depot in der Markomannenstraße aus. Zügig geht es dann in Richtung Innenstadt. In der Neujahrsnacht wird nur der Altstadtkern gesäubert. Die Außenbezirke kommen dann in den kommenden Tagen dran.

Die Gassen sind dicht mit Feierlustigen gefüllt, der Reinigungs-Konvoi bahnt sich seinen Weg durch die Menge, zu dieser Zeit noch mit Polizeibegleitung, denn es jetzt noch zu gefährlich, Passanten könnten beispielsweise auf das Heck der Kehrmaschine aufspringen.

Das hat Dennis Bauer schon erlebt. Er fährt heute einen der Kehrwagen. Bei der Regensburger Stadtreinigung ist es zwar sein erstes Silvester, die Kehrmaschine fährt er aber schon länger. Dennis Bauer weiß genau, worauf es ankommt: "Ich muss aufpassen, das ich keine Leute zusammenfahre. Die rennen hier einfach kreuz und quer rum. Außerdem hängen auch manchmal Schilder niedriger, als sie eigentlich hängen dürften. Das sind alles so Probleme, die man sonst auch hat, aber an Silvester ist das natürlich extremer." Höchste Konzentration ist deshalb gefragt.

Gearbeitet wird hier in Regensburg mit zwei Schichten. Die erste Truppe startet mit zwölf Leuten. So sind vier große Kehrmaschinen, zwei Klein-Lkw und zwei "Vorbau-Besen" mit der groben Reinigung der Hauptverkehrswege in der Altstadt beauftragt. Priorität haben zuerst die Rettungswege, sprich die Thundorferstraße und die Keplerstraße. Die zweite Schicht startet gegen drei Uhr mit nochmals 25 zusätzlichen Mitarbeitern der Straßenreinigung. Diese gehen mit Schaufel und Besen durch die Gassen und beseitigen das, was mit der Kehrmaschine nicht beseitigt werden konnte.

Bis zum Morgengrauen sind die Müllberge verschwunden und über zehn Tonnen an Abfall beseitigt. Mario Minin, Straßenreinigungmeister der Stadt Regensburg, zieht Bilanz: "Heuer war deutlich mehr los als letztes Jahr. Es gab auch deutlich mehr Müll. Die Leute gehen später nach Hause (Anmerkung der Redaktion: "Es ist bereits nach sechs Uhr morgens, als wir mit Minin sprechen); das bereitet uns natürlich noch mehr Arbeit."

Die Stadt ist jetzt wieder sauber und wir sagen Hut ab vor den Männern der Regensburger Straßenreinigung, die in der Silvesternacht erneut einen Knochenjob vollbracht haben.


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