01.01.2012, 12:19 Uhr

Polizei: Alkoholleichen, Verletzungen durch Böller, dennoch friedliches Silvester

Foto: Stadt RegensburgFoto: Stadt Regensburg

Die Silvesternacht brachte, das war nicht anders zu erwarten, viele Einsätze für die Polizei in Ostbayern mit sich. Doch es war heuer relativ friedlich, sagen die Beamten, auch wenn es die üblichen Alkoholleichen, sturzbetrunkenen 16-Jährigen und allerlei Verletzungen durch die wilde Schießerei gab. Das Übliche eben …

REGENSBURG In der gesamten Oberpfalz feierten mehrere tausend Menschen friedlich den Jahreswechsel. Dennoch hatte die Polizei zahlreiche Einsätze zu bewältigen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden drei Personen durch Böller verletzt. Zwischen 22.30 Uhr am Silvesterabend und 7.30 Uhr am Neujahrstag gingen in der Einsatzzentrale Oberpfalz in Regensburg ca. 300 Notrufe ein. Daraus resultierten ca. 130 Einsätze, in denen sich die Beamten mit den Folgen der Silvesterfeierlichkeiten auseinander zu setzen hatten. Es handelte sich vornehmlich um Körperverletzungsdelikte, Streitereien und randalierende Personen sowie Sachbeschädigungen und Ruhestörungen. Aber auch um verletzte oder hilflosen Personen mussten sich die Beamten kümmern. Der Großteil der Einsätze erfolgte nach Mitternacht bzw. in den frühen Morgenstunden.

Im Stadtgebiet Regensburg feierten um Mitternacht etwa 3.000 Personen auf den Straßen im Altstadtbereich. Den Schwerpunkt bildeten hier die Thundorfer- und Keplerstraße. Von der Nibelungenbrücke aus beobachteten etwa 400 Menschen das Feuerwerk. An der Eisernen Brücke fanden sich etwa 700 Personen ein. Hier wurde der Fahrverkehr um 23.50 Uhr eingestellt. Nach Reinigung der Fahrbahn wurde die Sperre um 01.15 Uhr wieder aufgehoben.

Dabei kam es zu folgenden Zwischenfällen: Zwei Personen wurden durch herumfliegende Gegenstände leicht am Kopf verletzt. Ein stark alkoholisierter 16-Jähriger wurde noch vor Mitternacht in Gewahrsam genommen und seinen Eltern übergeben. Eine Anzeige wegen Beleidigung gegen Polizeibeamte wurde aufgenommen. Im Rahmen der Sachbearbeitung wurden beim Beschuldigten geringe Mengen Betäubungsmittel aufgefunden. Weiterhin wurde eine Anzeige nach dem Sprenggstoffgesetz bearbeitet. Zwei Beamte der Bereitschaftspolizei wurden verletzt, als an einer Absperrung vor ihnen ein sog. „Tschechenböller“ gezündet wurde. Die Beamten begaben sich nach Einsatzende in ärztliche Behandlung.

Im weiteren Verlauf der Nacht wurden bei Schlägereien sechs Personen so schwer verletzt, dass sie zur Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert werden mussten. Zehn Personen waren infolge Alkoholisierung hilflos und in bisher vier Fällen wurden beschädigte Postkästen oder Mülleimer gemeldet.


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