01.01.2017, 09:36 Uhr

Ermittlungen Einbrüche beschäftigten 2016 die Polizei – aktuell steigen die Zahlen wieder

Urheber:  Foto: supernam / 123RF Lizenzfreie BilderUrheber: Foto: supernam / 123RF Lizenzfreie Bilder

Die Nachrichten über Einbrüche und Einbruchsversuche in der Region nehmen wieder zu – die dunkle Jahreszeit macht es den Tätern einfacher, ihrem illegalen Treiben nachzugehen. Die Polizei in der Oberpfalz hofft hier auf aufmerksame Bürger, um den ein oder anderen Einbruch zu verhindern oder gar aufzuklären.

REGENSBURG/OBERPFALZ "Ja, die Einbrüche häufen sich leider wieder", sagt Albert Brück, Pressesprecher am Polizeipräsidium Oberpfalz in Regensburg auf Wochenblatt-Anfrage. Er bestätigt damit den Eindruck, den die Redaktion in den letzten Tagen aus den Presseberichten der oberpfälzer und auch der niederbayerischen Polizeiinspektionen gewonnen hatte. In der dunklen Jahreszeit, so Brück, steige leider jedes Jahr die Zahl der Einbrüche.

Doch auch insgesamt muss das Polizeipräsidium auf ein einsatzreiches Jahr zurückblicken, wenn es um die Einbruchskriminalität geht. Dabei ist der Anteil dieser Delikte in der Gesamtschau gar nicht so groß: "In 561 Fällen musste die Polizei in der Oberpfalz im Jahr 2015 wegen Einbrüchen und Einbruchsversuchen ausrücken. Bei knapp 47.000 Straftaten insgesamt machen diese Delikte nur etwa ein Prozent der Fälle aus", so berichtete das Regensburger Wochenblatt zu Jahresbeginn im Zusammenhang mit der Kriminalitätsstatistik des Jahres 2015 für die Oberpfalz. Aber: Gerade durch Einbrüche werde das Sicherheitsgefühl der Menschen sehr beeinträchtigt.

Einiges kann der Hausbesitzer oder Wohnungsmieter selber tun, um es potentiellen Tätern schwerer zu machen. Brück rät, das Haus gut zu verschließen, "ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster", sagt er. Zudem sollte man vermeiden, dass das Haus oder die Wohnung bei längerer Abwesenheit verlassen aussieht, ständig geschlossene Rollläden und überquellende Briefkästen sind ein Signal für potentielle Einbrecher. „Hier ist eine gute Nachbarschaft sehr hilfreich“, sagt Brück. Wenn die Nachbarn zum Beispiel die Rollläden gelegentlich öffnen und den Briefkasten leeren, so werden Einbrecher abgeschreckt. Und: Wer länger verreist, sollte dies nicht in sozialen Medien für alle sichtbar verkünden! Im rückwärtigen Bereich eines Hauses sollte man sich seine Terrassentür genau ansehen, diese sei meist nicht so gesichert wie eine Haustüre. Hier könne man sogar staatliche Förderungen bekommen, wenn man hier entsprechend baulich nachrüste. Schlussendlich können auch die Fachberater der Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen weiterhelfen.

Ganz wichtig sei aber einer: der aufmerksame Bürger! "Der ist unser größter Helfer", sagt Brück. Man solle sich nicht scheuen, bei verdächtigen Beobachtungen die Polizei zu holen! "Keine Scheu vor der 110!", sagt Brück. Verdächtige Fahrzeuge oder Personen sollten gemeldet werden. Gut wäre auch, wenn man sich bei Fahrzeugen das Kennzeichen und auch den Typ und die Farbe notiert. Im Zusammenspiel dieser ganzen Maßnahme könnte sicher der ein oder andere Einbruch gleich verhindert oder zumindest zeitnah aufgeklärt werden, so Brück.


0 Kommentare