01.01.2015, 12:22 Uhr

Einsatzbilanz Es gab jede Menge zu tun für die Regensbureger Polizei zum Jahreswechsel

Foto: Rainer Schneck, KelheimFoto: Rainer Schneck, Kelheim

Die regensurger Polizein zieht eine erste Bilanz zum Einsatzgeschehen in der Silvesternnacht 2014/2015.

REGENSBURG Während der eigentlichen Silvesterfeierlichkeiten kam es im Stadtgebiet Regensburg zu keinen außerordentlichen Sicherheitsstörungen.

Ab 23.15 Uhr setzte trotz der unangenehmen Witterung ein massiver Zulauf an Personen in Richtung Marc-Aurel-Ufer/Eiserne Brücke ein. Insgesamt dürften es Tausende von Personen gewesen sein, die sich ausgerüstet mit Feuerwerkskörpern und alkoholischen Getränken im Donaubereich einfanden. Zum eigentlichen Jahreswechsel war die Eiserne Brücke komplett mit feiernden Personen belegt und musste gesperrt werden, im Bereich der Uferpromenade und der Donauparallele wurden die Fahrbahnen selbst von weitaus weniger Personen frequentiert. Das Gros der Besucher hielt sich dort unmittelbar vor den Gastro-Betrieben oder an den Absperrungen auf. Im Bereich der Wurstkuchl wurden die Einsatzkräfte vereinzelt aus der anonymen Menge der Feiernden heraus mit pyrotechnischen Gegenständen beworfen. Auf der Eisernen Brücke wurden zwei Personen ärztlich versorgt, die von Feuerwerkskörpern getroffen und leicht verletzt wurden. Eine weitere Person verletzte sich selbst beim Hantieren mit einem pyrotechnischen Gegenstand leicht an der Hand und wurde ebenfalls vor Ort ärztlich versorgt. Alle drei Personen kamen im Anschluss ins Krankenhaus Barmherzige Brüder.

Der zu beseitigende Müll hielt sich dieses Jahr nach Auskunft der Straßenreinigung in Grenzen und konnte von den Kräften der Straßenreinigung rasch beseitigt werden. Ein größeres Problem stellte die zunehmende Straßenglätte dar, insbesondere die Bereiche mit Kopfsteinpflaster waren spiegelglatt.

Insgesamt kam es während der Einsatzzeit bis 4 Uhr zu keinen Festnahmen oder sonstigen polizeilichen Sachbearbeitungen, etwaige Streitigkeiten konnten durch die Einsatzkräfte bereits im Keim erstickt und geschlichtet werden. Es wurden keine Beamten verletzt.

Lebhafter entwickelte sich das Einsatzgeschehen zum Auslauf der Nacht

Zahlreiche Einsätze wegen Streitigkeiten, alkoholisiertem Sturzgeschehen aber auch mit massiven Körperverletzungen gingen am Notruf ein. Die nachfolgenden Vorgänge sind noch in der Bearbeitungsphase.

Gegen 5 Uhr kam es in einer Disco im Stadtosten zum Streit mit Tätlichkeiten mit mehreren Personen wegen eines "vermissten" Handys. Dabei wurde einer Person die Schulter ausgekugelt.

Um 5.40 Uhr kam sich eine Personengruppe in der Weißen-Lilien-Straße mit zwei Fußgängern in die Haare. Nach einem Wortgefecht liefen die Fußgänger davon, wurden von der Gruppe am Domplatz eingeholt und tätlich angegriffen. Einer am Boden liegender Beteiligter wurde mit Fußtritten gegen den Kopf traktiert. Zwei Tatverdächtige aus der Personengruppe wurden festgenommen. Der Verletzte wurde vor Ort ärztlich versorgt , er erlitt Prellungen und Abschürfungen.

Um 7 Uhr wurde die Streife zu einem Streit in eine Wohnung in der Humboldtstraße gerufen. Ein Besucher griff mehrere Personen an und beschädigte das Inventar. Anzeige wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung wurde aufgenommen.

In der Bajuwarenstraße wurde um 7.10 Uhr eine betrunkene Pkw-Fahrerin angehalten, die dann auf der Dienststelle am Minoritenweg Widerstand leistete. Dabei wurde eine Beamtin verletzt.

In der Straubinger Straße kam es um 8 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Taxifahrer und zwei Fahrgästen. Die Fahrgäste begannen im Taxi zu essen, das dem Taxifahrer nicht gefiel und sie zum Aussteigen aufforderte. Beim Bezahlen zogen sie den Zündschlüssel des Taxis ab und warfen diesen in den Schnee. Nach Feststellung der Personalien und erfolgreicher Suche des Schlüssels wurden die Fahrgäste wieder entlassen.


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