01.01.2014, 14:38 Uhr

Reichlich Arbeit für Beamte: Turbulenter Jahresauftakt für die Polizei Vilshofen

Foto: Hannes LehnerFoto: Hannes Lehner

Eine Person in Gewahrsam, eine Schlägerei mit mehreren Beteiligten, einen verirrten Zecher, ein Verstoß gegen das Waffengesetz, zwei Trunkenheitsfahrten und ein gesprengter Briefkasten als erste Bilanz der Silvesternacht bei der Polizeiinspektion Vilshofen.

VILSHOFEN A. D. DONAU Recht turbulent war die Silvesternacht nicht nur für diejenigen, die den Jahreswechsel feierten, sondern auch für die Beamten der Polizei Vilshofen. Kurz vor Mitternacht mussten sie zu einem Streit zwischen zwei Männern in einer Kneipe im Stadtgebiet. Einer der beiden, ein 40-jähriger Arbeitssuchender aus dem Stadtgebiet, wollte die Polizei zu Hilfe rufen, weil er nicht in ein Lokal gelassen und von einem Gast bedroht werde. Da sich vor Ort jedoch herausstellte, dass der Vilshofener Hausverbot im Lokal hatte, er sich nicht entfernen wollte und außerdem erheblich unter Alkoholeinfluss stand, mussten die Polizisten ihn zur Ausnüchterung in Gewahrsam nehmen. Der Mann verbrachte somit den Jahreswechsel in einer Arrestzelle der Polizei Vilshofen.

 

Anschließend mussten die Beamten nach Eging, wo in der Westernstadt eine Gruppe junger Leute aus Eging mit einer anderen Gruppe aus dem Raum Stuttgart in einen handgreiflichen Streit geraten war. Die jungen Leute, allesamt mehr oder weniger alkoholisiert, waren sich in einem der Lokale in die Haare geraten. Dabei wurde die Brille eines der Beteiligten zerstört. Der genaue Ablauf der Auseinandersetzung konnte jedoch vor Ort nicht geklärt werden. Hier müssen die weiteren Ermittlungen noch Licht ins Dunkel bringen.

 

Bei der Wegfahrt von diesem Einsatzort traf dann eine Polizeistreife auf einen 29-jährigen Mann aus Nürnberg. Er hatte in der Westernstadt dem Alkohol zugesprochen und sich dann zu Fuß in Richtung seiner Pension gemacht. Nicht optimal war dabei jedoch, dass er nicht mehr sagen konnte, wo seine Unterkunft war und wie sie hieß. Er hatte auch kein Handy bei sich, um so Kontakt mit seinen Begleitern aufnehmen zu können. So musste auch er in Gewahrsam genommen werden. Während der Fahrt zur Dienststelle ging dann jedoch bei der Polizei eine Mitteilung der besorgten Freunde des vergesslichen Franken ein, worin diese das Verschwinden ihres Kumpels mitteilten. Glücklicherweise war diesen Name und Ort der Unterkunft noch bekannt, so dass ihrem Freund die Nacht in der Ausnüchterungszelle erspart blieb. Er wurde von der Streife zu seiner Unterkunft gebracht, wo er seinen Rausch ausschlafen konnte.

 

Gleich darauf fiel ein 47-jähriger Pkw-Fahrer aus Regensburg auf. Er war auf der Staatsstraße von Eging in Richtung Autobahn unterwegs. Da er in deutlichen Schlangenlinien fuhr, wurde er noch vor dem Einfahren in die Autobahn gestoppt und einer Verkehrskontrolle unterzogen. Da er nach Alkohol roch wurde ein Alkotest positiv verlief, wurde der Regensburger zur Blutentnahme ins Krankenhaus Vilshofen verbracht. Der Führerschein des Mannes wurde sichergestellt. Ihn erwartet eine Anzeige wegen einer Trunkenheitsfahrt. Danach durfte dann seine nüchterne Ehefrau die Heimfahrt fortsetzen, welche zuvor auf dem Beifahrersitz Platz genommen hatte.

 

Ein Verstoß gegen das Waffengesetz wurde dann bei der Kontrolle eines Golf-Fahrers gegen 4.30 Uhr festgestellt. Der junge Mann, ein 20-jähriger Kfz-Mechatroniker aus Grafenau, hatte eine Schreckschusspistole im Handschuhfach. Diese hatte er eigenen Angaben zufolge für das Feuerwerk benötigt. Dass er dazu einen kleinen Waffenschein benötigt hätte, wollte er nicht gewusst haben. Die Pistole wurde sichergestellt. Den Grafenauer erwartet eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Bei einer näheren Begutachtung seines Fahrzeuges stellten die Beamten dann noch fest, dass der Mechatroniker einige unerlaubte Änderungen an seinem Fahrzeug vorgenommen hatte. So hatte er den Luftfiltereinsatz entfernt. Was jedoch schwerer wog war, dass er seinen Tank entfernt und durch einen Plastikkanister im Kofferraum ersetzt hatte. Diesen hatte er mit Gartenschläuchen angeschlossen und so die Kraftstoffversorgung seines Kraftfahrzeuges hergestellt. Da dies in keiner Weise den Vorschriften entsprach, wurde die Weiterfahrt untersagt. Die beiden nüchternen Insassen mussten sich zu Fuß auf den Heimweg machen.

 

Während die Beamten die Kontrolle des „bewaffneten Verkehrssünders“ gerade zu Ende brachten, fiel ihnen gegen 5.00 Uhr ein Pkw-Fahrer auf, der offensichtlich einer Verkehrskontrolle entgehen wollte, indem er unmittelbar vor der Kontrollstelle völlig unvermittelt abbog. Bei der Verfolgung dieses Fahrzeuges fiel den Beamten auf, dass der Fahrer in deutlichen Schlangenlinien fuhr. Er kam teilweise mit dem kompletten Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn. Auch den deutlichen Anhaltesignalen leistete der Fahrer, ein 38-jähriger Eginger, nicht Folge. Er stoppte sein Fahrzeug erst vor dem heimischen Anwesen. Bei der anschließenden Verkehrskontrolle wurde Alkoholgeruch festgestellt. Aufgrund des positiven Alkomatenergebnisses wurde eine Blutentnahme im Krankenhaus Vilshofen durchgeführt. Der Führerschein wurde sichergestellt und den Fahrer erwartet eine Anzeige wegen einer Trunkenheitsfahrt.

 

Schließlich wurde in den frühen Morgenstunden noch ein gesprengter Briefkasten mitgeteilt. Ein unbekannter Täter hatte einen Silvesterknaller in den Briefkasten einer Anwohnerin in der Passauer Straße in Vilshofen deponiert. Dieser konnte der Sprengkraft des Krachers nicht widerstehen und zerbarst. Die herumfliegenden Teile beschädigten auch noch zwei Glasbausteine im Eingangsbereich.

Der Schaden wird auf ca. 150 Euro geschätzt.

Die Polizei bittet um sachdienliche Hinweise unter Tel. 08541/9613-0.


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