01.01.2015, 11:29 Uhr

Von Körperverletzung bis hin zum Wohnungsbrand: Silvesternacht-Bilanz der Polizei in Niederbayern

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Von der einfachen Körperverletzung bis hin zum Wohnhausbrand: die Polizei in Niederbayern hatte in der Silvesternacht viel zu tun!

NIEDERBAYERN Wie jedes Jahr war auch heuer wieder die Silvesternacht ein Brennpunkt der polizeilichen Arbeit des ganzen Jahres. Die Dienststellen in Niederbayern waren die ganze Nacht hindurch mit zahllosen Einsätzen beschäftigt; dabei musste das ganze polizeiliche Einsatzgeschehen – von der einfachen Körperverletzung bis hin zum Wohnhausbrand – bewältigt werden.

In der Einsatzzentrale der Niederbayerischen Polizei in Straubing wurden vom 31. Dezember ab 18 Uhr bis zum Neujahrstag 6 Uhr insgesamt 235 Einsätze registriert, alleine davon waren 34 Körperverletzungen. Dabei mussten die eingesetzten Polizeistreifen das gesamte Spektrum polizeilicher Arbeit bewältigen: zahllose Streitigkeiten, in vielen Fällen auch mit Tätlichkeiten, volltrunkene und hilflose Personen, Verkehrsunfälle, betrunkene Autofahrer und Brände. Rund ein Dutzend Personen mussten aufgrund ihres „desolaten Alkoholzustandes“ in polizeilichen Gewahrsam genommen und ausgenüchtert werden. Bei Widerstandshandlungen durch Betrunkene gegen eingesetzte Polizeikräfte wurden in der Nacht in Niederbayern sieben Beamte leicht verletzt, u. a. wurde ein Beamter in die Hand gebissen, ein weiterer erhielt einen Schlag auf die Nase, einer erlitt eine Gehirnerschütterung.

Über den Notruf „110“ der Polizei liefen in der Einsatzzentrale in Straubing im genannten Zeitraum 297 Anrufe auf (Festnetz und mobil), die Beamten an den Notrufarbeitsplätzen hatten es dabei in vielen Fällen leider auch mit zum Teil volltrunkenen Anrufern zu tun. Das Einsatzgeschehen zog sich noch weit in den Morgen hinein, erst ab 9 Uhr wurde eine Beruhigung festgestellt.

In Straubing zog gegen 3.30 Uhr ein Mann einem anderen Passanten gegenüber nach einer Pöbelei auf offener Straße gleich eine Gaspistole. Der Bedroher konnte durch alarmierte Einsatzkräfte festgenommen werden und wird angezeigt. In Landshut brannte gegen 5.40 Uhr in der Inneren Münchner Straße der Dachstuhl eines Reihenwohnhauses; dabei erlitt ein Mann eine leichte Rauchvergiftung. Vorsorglich hatten die Einsatzkräfte insgesamt drei Häuser evakuiert. Bei ersten Ermittlungen konnten Polizeibeamte zumindest die Reste einer Silvesterrakete auffinden, die Brandursache ist derzeit allerdings noch unklar, der Sachschaden liegt bei rund 120 000 Euro. In Kröning im Landkreis Landshut meldete sich gg. 21.50 Uhr eine Zeugin und gab einen Pkw durch, der sich in der schneebedeckten Böschung festgefahren hatte. Beim Eintreffen einer Polizeistreife war der Fahrer des Autos so volltrunken, dass eine Verständigung mit ihm nicht mehr möglich war. Wie der 29-Jährige aus dem Allgäu dort hinkam, ist bislang nicht geklärt, der Führerschein wurde sichergestellt. In Straubing brannte gegen 03.22 Uhr in der Chamer Straße ein Carport vollständig nieder, ein Übergreifen auf ein Haus konnte gerade noch verhindert werden. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden beträgt mehrere tausend Euro. Auf der A 92 konnte gegen 3 Uhr von alarmierten Einsatzkräften und einem ebenfalls einschreitenden Taxifahrer ein Falschfahrer gestellt werden, der bei Plattling auf der falschen Fahrbahn unterwegs war; der Mann erreichte bei einem Alkotest über zwei Promille. Er wird angezeigt und sein Führerschein wurde sichergestellt. In Wallersdorf im Lkrs. DGF-LAN stieß ein 70-jähriger Autofahrer mit einem entgegenkommenden Schneeräumfahrzeug zusammen, auch dieser Pkw-Lenker war alkoholisiert, er wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Gegen 0 Uhr wurde ein Brand in einer Wohnung in Bad Abbach im Lkrs. Kelheim gemeldet, hier wurden fünf Personen durch eine leichte Rauchvergiftung verletzt, der Sachschaden beträgt rund 50 000 Euro, die Brandursache liegt noch im Unklaren, der Wohnungsinhaber behauptete allerdings, dass das Feuer durch einen durchs Fenster fliegenden Feuerwerkskörper ausgelöst worden sei.

Diese Aufzählung stellt nur einen kleinen Teil der Geschehnisse aus der Neujahrsnacht dar. Angemerkt soll aber auch werden, dass sich der überwiegende Teil der „Neujahrsfeierer“ bedacht und umsichtig verhielt, dafür möchte die Polizei danken. Die Niederbayerische Polizei dankt an dieser Stelle auch allen Bürgerinnen und Bürgern für ihre Mithilfe bei der Sicherheitsarbeit im vergangenen Jahr und wünscht für „das noch junge 2015“ Gesundheit, Glück und Sicherheit. 


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