01.01.2017, 19:18 Uhr

Start ins neue Jahr Silvester in Niederbayern: Viel Arbeit für die Polizei

Foto: Johanniter/Andreas SchoelzelFoto: Johanniter/Andreas Schoelzel

Der Start ins neue Jahr bescherte der Polizei in Niederbayern viel Arbeit. Außergewöhnliche Vorfälle gab es aber nicht.

LANDSHUT Der Polizeibericht der Direktion in Straubing:

Die Einsatzkräfte mussten mehrere Körperverletzungsdelikte aufnehmen, wobei es erfreulicherweise zu keinen schwereren Verletzungen gekommen ist. Weiterhin wurden mehrere Sachbeschädigungen und Kleinbrände gemeldet, welche größtenteils mutwillig durch den Gebrauch von Feuerwerkskörpern verursacht wurden. So wurden mehrere Papiercontainer oder Mülltonnen in Brand gesetzt, oder auch Briefkästen beschädigt.

Ebenfalls wurden durch brennende Mülltonnen ein Carport und ein Pkw in Mitleidenschaft gezogen. Der dabei entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 20.000 Euro.

Außerdem wurden mehrere Personen mitgeteilt, welche verbotswidrig mit erlaubnispflichtigen Schreckschusswaffen den Jahreswechsel durch Abgabe von Schüssen feierten. In diesen Zusammenhang wurden mehrere Schreckschusswaffen sichergestellt und die Besitzer wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz zur Anzeige gebracht.

Es wurden nach den jetzt komplett vorliegenden Meldungen aller Dienststellen in der Silvesternacht 229 anlassbezogene Einsätze erfasst, davon 24 mit Personenschaden. Es wurden insgesamt 29 Menschen leicht und zwei mittelschwer verletzt.

Davon wurden fünf bei Verkehrsunfällen leicht und eine schwer verletzt. Die anderen Leichtverletzten waren meist in Schlägereien verwickelt. Eine Frau fügte sich bei einer Silvesterfeier im Bereich der PI Landshut in suizidaler Absicht eine mittelschwere Bauchverletzung zu.

Bei 25 Einsätzen entstand ein Gesamtsachschaden von rund 104.000 Euro. Davon entfallen ca. 60.000 Euro auf die insgesamt zwölf registrierten Verkehrsunfälle, die restlichen 44.000 Euro auf diverse Brände von Mülltonnen, Papiercontainern, Briefkästen und eines Carports, vermutlich meist durch Feuerwerkskörper verursacht.

Übergriffe oder Belästigungen durch Einzelpersonen oder Personengruppen auf Frauen nicht gemeldet. Bei fünf Einsätzen, insbesondere in Landshut, kam es zu Widerstandshandlungen von Betrunkenen oder Randalierern gegen die eingesetzten Polizeibeamten. Die eingesetzten Kolleginnen und Kollegen wurden dabei glücklicherweise nicht ernsthaft verletzt.

Des Weiteren kam es zu mehreren Mitteilungen über Ruhestörungen, welche jedoch durch die Einsatzkräfte ohne größere Probleme abgearbeitet wurden. In einem Fall musste ein uneinsichtiger Wohnungsinhaber aufgrund vorheriger Ruhestörungen in letzter Konsequenz in Gewahrsam genommen werden.

Eine 21-jährige Frau aus Arnstorf hielt sich anlässlich der Silvesterfeierlichkeiten in Eggenfelden auf dem Schellenbruckplatz vor einem dortigen Restaurant auf. Als gegen Mitternacht dann die Feuerwerkskörper abgebrannt wurden, wurde die junge Frau von einer vermutlich waagerecht abgeschossenen Feuerwerksrakete an den beiden Oberschenkeln getroffen. Sie erlitt dadurch deutliche Brandwunden mit Verbrennungen zweiten Grades. Die Verletzungen mussten in einem Krankenhaus behandelt werden. Über den Verursacher liegen bislang noch keine Hinweise vor. Wer hierzu sachdienliche Angaben machen kann, wird gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Eggenfelden in Verbindung zu setzen.

Ungeahnte Folgen hatte der Besuch einer 59-jährigen Frau bei der Polizei. Wegen einer anderen Sache war sie bei der Polizeistation Waldkirchen im Laufe des Tages vorstellig geworden. Dazu war sie mit ihrem Pkw gekommen. Doch während des Gesprächs bemerkten die aufnehmenden Beamten Alkoholgeruch in der Atemluft der Frau. Ein Alkotest bestätigte das kaum zu glaubende, nämlich dass die Frau tatsächlich erheblich alkoholisiert war. Aus diesem Grund wurde eine Blutentnahme durchgeführt und der Führerschein sichergestellt. Zudem wird sie wegen Trunkenheit im Verkehr angezeigt.


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