01.01.2016, 11:06 Uhr

Bilanz Das neue Jahr begann für Niederbayerns Polizei mit viel Arbeit

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Bedingt unter anderem durch regional glatte Straßen mussten die Niederbayerischen Polizeibeamtinnen und -beamten in der Silvesternacht zum eh schon intensiven Einsatzgeschehen zusätzliche Aufgaben bewältigen.

KELHEIM/NIEDERBAYERN Zahlreiche Unwetterwarnungen wegen Glatteises ab dem Nachmittag ließen Schlimmes befürchten. Besonders trauriger Höhepunkt des Einsatzgeschehens war ein schwerer Verkehrsunfall mit einen Toten und vier Schwerverletzten am frühen Silvesterabend im Landkreis Freyung-Grafenau. Aber auch Auseinandersetzungen, Ruhestörungen und viele andere Einsätze sorgten bei den Beamten für "Vollbeschäftigung".

Dass das Einsatzgeschehen an Silvester "polizeilich intensiv" ist, ist seit vielen Jahren bekannt und die Dienststellen sowie die Einsatzzentrale sind darauf eingestellt. Alleine zwölf Brände nach Mitternacht und rund 35 heftige Körperverletzungsdelikte im Regierungsbezirk Niederbayern sprechen eine deutliche Sprache: es gab viel, sehr viel zu tun für die Polizei in der Silvesternacht. Die Streifen fuhren von Einsatz zu Einsatz und auch so manch Kurioses ereignete sich: So rief kurz nach Mitternacht eine ältere Dame den Polizeinotruf an und teilte mit, dass sie aus dem Fenster Feuerwerk sehe. Vom Beamten am Notruf höflich darauf hingewiesen, dass doch Silvester sei, entgegnete die Frau, das habe sie glatt vergessen ….

Leider spielt der Alkohol natürlich in dieser Nacht die beherrschende (und sehr oft negative) Rolle … und so manch ein Streit wäre nicht so eskaliert, wären die Beteiligten nicht ganz so betrunken gewesen. An der Notrufannahme des Polizeipräsidiums Niederbayern nahmen die Beamten zwischen 18 und 4 Uhr jedenfalls rund 280 Anrufe an der 110 an; so richtig "intensiv" wurde es da ab 0.15 bis gegen 3.30 Uhr. Die Dienststellen in Niederbayern fuhren von Einsatz zu Einsatz und so manches mal ließen sich auch Wartezeiten für die Anrufer nicht vermeiden, müssen doch die Einsatzgeschehnisse auch nach ihrer Wichtigkeit abgearbeitet werden. 381 solcher Einsätze wurden in der Einsatzzentrale zwischen 18 und 4 Uhr registriert.

Markant waren dabei zwei Brände an einem Wohnhaus in Mainburg mit drei Leichtverletzten und einem Schaden von rund 300.000 Euro sowie ein Feuer an einem Haus in Neufahrn mit rund 200.000 Euro Schaden. In beiden Fällen könnten Feuerwerkskörper auslösend gewesen sein.

Mit zunehmender Nachtzeit nahmen natürlich auch die Anrufe wegen Ruhestörungen zu. Und auch am frühen Morgen gegen 5 Uhr standen noch mehrere Dutzend Einsatzgeschehnisse im elektronischen Leitsystem der Polizeieinsatzzentrale. Hervorragend bewährt hat sich übrigens auch in dieser Nacht wieder einmal das Zusammenspiel zwischen den integrierten Leitstellen von Feuerwehr und Rettungsdienst mit der Polizeieinsatzzentrale in Straubing.

Leider gab es auch einen traurigen Höhepunkt am Silvesterabend: ein schwerer Verkehrsunfall bei Jandelsbrunn im Landkreis Freyung-Grafenau überschattete das gesamte Einsatzgeschehen, bei dem ein Autofahrer auf die Gegenfahrbahn geriet und in ein entgegenkommendes Fahrzeug krachte, mit dem eine Familie unterwegs war. In diesem Auto wurden alle Insassen, darunter zwei Jugendliche, schwer verletzt, der Unfallverursacher verstarb noch am Unfallort.

Positiv zu vermerken ist, dass bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Verletzungen von Beamtinnen oder Beamten aufgrund des Einsatzgeschehens bekannt wurden. Recht glimpflich verlief bis jetzt auch das Glatteis auf Niederbayerns Straßen; bis auf ein paar Verkehrsunfälle mit Blechschäden gab es dazu keine wesentlichen Vorkommnisse zu vermelden.


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