01.01.2015, 15:39 Uhr

Polizeibilanz Arbeitsreiche Silvesternacht für die Polizei – zu viel Alkohol führte zu Ausfällen

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Die Polizeiinspektion Ingolstadt hatte die Silvesternacht eine Vielzahl von Einsätzen zu bewältigen. Hauptsächlich handelte es sich dabei um körperliche Auseinandersetzungen. In allen Fällen war überreicher Alkoholkonsum im Spiel.

INGOLSTADT Zunächst verstand ein 33-jähriger Mann kurz vor Mitternacht bei einer privaten Fete im Ingolstädter Norden keinen Spaß mehr, als einer seiner drei Gäste ihn beleidigte. Als Revanche schlug er allen Dreien ins Gesicht. Da sich der Gastgeber auch von den Polizeibeamten vor Ort nicht beruhigen ließ, musste er in Gewahrsam genommen werden.

Volltrunken gestürzt und verletzt

Gegen 1 Uhr wurde die Polizei von einer Rettungsdienstbesatzung zu Hilfe gerufen. Eine 22-jährige Münchenerin war in der Innenstadt aufgrund ihrer starken Alkoholisierung gestürzt und hatte sich eine Verletzung im Bereich des Kopfes zugezogen. Sie verweigerte die unbedingt erforderliche ärztliche Behandlung. Sowohl vor Ort als auch auf dem Weg ins Klinikum schlug und trat sie wild um sich. Eine Polizeibeamtin und zwei Angehörige des Rettungsdienstes wurden dadurch leicht verletzt. Die renitente, junge Dame wurde zur Ausnüchterung im Klinikum Ingolstadt belassen. Sie hat sich wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und ihnen gleichgestellten Personen, in diesem Fall die Kräfte des Rettungsdienstes, zu verantworten.

Schläge nach Beleidigung

Ein weiterer Vorfall ereignete sich gegen 2 Uhr in der Ingolstädter Fußgängerzone. Eine 19-Jährige aus dem Landkreis Eichstätt wurde von einer männlichen Personengruppe grundlos beleidigt. Als der Freund der jungen Dame die Gruppe zur Rede stellte, kassierte er einen Schlag ins Gesicht. Die Tätergruppe flüchtete in Richtung Rathausplatz. Die Sache nahm im weiteren Verlauf ein kurioses Ende. Knapp zwei Stunden später glaubte der Freund irrtümlich die Tätergruppe am Rathausplatz wiedererkannt zu haben. Er und seine "Kumpel" konfrontierten die Gruppe anschließend. Neben Beleidigungen hagelte es nach kurzer Zeit auch Faustschläge und Tritte der Gruppen untereinander. Erste Ermittlungen der Beamten vor Ort ergaben, dass es sich nicht um die Tätergruppe der ersten Auseinandersetzung gehandelt hatte.

Schlägerei in der Diskothek

In einer Diskothek Am Stein in Ingolstadt kam es um 3.15 Uhr zu einer weiteren Schlägerei. Zwei Gäste gerieten im Verlauf eines Streits aneinander, worauf einer der Beiden eine Verletzung im Gesicht davontrug und sich in ärztliche Behandlung begeben musste. Der zunächst geflüchtete Täter konnte im Nahbereich festgestellt werden. Der genaue Tathergang muss in Rahmen weiterer Ermittlungen geklärt werden.

Mit zwei Promille auf Gastgeber eingeprügelt

Die Nachtschicht der Beamten besiegelte schließlich ein 22-jähriger Randalierer. In einem Einfamilienhaus im Ingolstädter Süden geriet er gegen 4 Uhr auf einer privaten Silvesterfeier mit seiner Freundin in einen Streit. Da er sich nicht beruhigte, forderten ihn die Hausherren auf, zu gehen. Der Unruhestifter zeigte sich damit wenig einverstanden und schlug auf die beiden Gastgeber ein. Diesen gelang es, den 22-Jährigen zu überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Der Mann brachte es bei einem Alkoholtest auf knapp zwei Promille. Für ihn endete die Silvesternacht in der Ausnüchterungszelle. Dies quittierte er mit diversen Kraftausdrücken gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten. Ihn erwartete eine Anzeige wegen Körperverletzung und Beleidigung.


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