01.01.2015, 13:28 Uhr

Unfall Betrunkener 60-Jähriger fällt ins Gleisbett der U-Bahn und wird leicht verletzt

Foto: BundespolizeiFoto: Bundespolizei

Am Donnerstag, 1. Januar, um 1.35 Uhr, befand sich ein 60-Jähriger aus Taufkirchen im U-Bahnhof Scheidplatz in Schwabing. Er war alkoholisiert und stieg aus einer U-Bahn aus. Er wollte in eine weitere U-Bahn einsteigen, die sich an dem parallelen Bahnsteig befand. Er übersah jedoch, dass sich zwischen den beiden Bahnsteigen noch zwei Gleise befinden. Er stürzte in diesen Gleisbereich.

MÜNCHEN Zu diesem Zeitpunkt fuhr ein 31-jähriger U-Bahnfahrer aus dem Landkreis Ebersberg mit seiner U-Bahn auf diesem Gleis in den Bahnhof ein. Der 31-Jährige erkannte den Gestürzten und leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Der 60-Jährige sah ebenfalls die U-Bahn und rollte sich auf die Seite in Richtung der Stromschiene. Somit fuhr die U-Bahn nicht über den 60-Jährigen. Glücklicherweise berührte er auch die Stromschiene nicht, da ein Kontakt mit dem Fahrstrom schwere und auch tödliche Verletzungen verursachen kann. Bei dem Sturz verletzte er sich leicht (Prellungen). Eine ärztliche Behandlung war nicht notwendig.

Der U-Bahnfahrer wurde vom Kriseninterventionsteam des Arbeiter-Samariter-Bundes vor Ort betreut. Während der Unfallaufnahme war ein Gleis des U-Bahnhofes gesperrt. Der U-Bahnverkehr auf den anderen Gleisen war nicht beeinträchtigt. Der 60-Jährige wurde wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr angezeigt.

Warnhinweis: Wenn eine Person in das Gleisbett gerät, bitte sofort die MVG-Notfallsäule am Bahnsteig nutzen! Dort gibt es pro Gleis einen Nothaltgriff, der unverzüglich gezogen werden sollte, um den Zugverkehr anzuhalten. Anschließend ist der in der Notfallsäule integrierte Notrufknopf zu betätigen, um eine Sprechverbindung zum MVG-Betriebszentrum herzustellen. Von dort wird der Fahrstrom der U-Bahn abgeschaltet und die weitere Hilfe koordiniert. Zudem befindet sich unter jeder Bahnsteigkante auf voller Bahnsteiglänge eine Sicherheitsnische, in die sich die ins Gleisbett geratene Person nach Möglichkeit selber retten kann, um dem Gefahrenbereich zu entgehen. Wer ohne Rücksprache mit dem MVG-Betriebszentrum in das Gleisbett steigt, begibt sich in Lebensgefahr!


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