10.08.2020, 23:56 Uhr

Washington (AFP) Weißes Haus wegen Schusswaffenvorfalls abgeriegelt

Sicherheitsdienst feuert vor Trumps Amtssitz auf offenbar bewaffnete Person

Wegen eines Schusswaffenvorfalls nahe des Weißen Hauses ist der Amtssitz von US-Präsident Donald Trump vorübergehend abgeriegelt worden. Trump teilte mit, der Sicherheitsdienst Secret Service habe am Montag jemanden durch Schüsse verletzt. Die Person, auf welche die Beamten geschossen hätten, sei nach seinem Kenntnisstand bewaffnet gewesen. Sie wurde nach Angaben Trumps ins Krankenhaus gebracht. Die Hintergründe des Vorfalls blieben zunächst unklar.

Trump unterbrach wegen des Vorfalls abrupt eine gerade laufende Pressekonferenz im Weißen Haus. Ein Sicherheitsbeamter ging auf den Präsidenten zu, während dieser mit den Reportern sprach, und flüsterte diesem ins Ohr. Trump verließ daraufhin ruhig den Raum. Bereits nach wenigen Minuten kehrte er jedoch zurück, um die Journalisten über den Vorfall zu informieren.

Zu sehen war, wie mit Schnellfeuergewehren bewaffnete Secret-Service-Beamte über den Rasen des Weißen Hauses liefen. Der Schusswaffenvorfall ereignete sich laut Trump jedoch außerhalb des Geländes seines Amtssitzes. Vielleicht habe das Geschehnis "nichts mit ihm zu tun gehabt", spekulierte der Präsident. Über die Identität und die Motive des vom Secret Service angeschossenen Menschen wisse er nichts.

Philipos Melaku, ein seit Jahren vor dem Weißen Haus campierender Demonstrant, sagte der Nachrichtenagentur AFP, er habe am Nachmittag (Ortszeit) Geschrei und dann einen Schuss gehört. Danach habe er acht oder neun Beamte mit AR-15-Gewehren herbeilaufen gesehen. Einige Straßen nahe des Weißen Hauses wurden nach dem Vorfall abgesperrt.


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