01.01.2013, 15:27 Uhr

Zwischenfall mit Böller in Grabenstätt: Silvesterbilanz der Polizei Brennender Papiercontainer entzündete Auto

Gesichtsverletzungen, ein brennender Papiercontainer, heiße Reifen, ein Küchenschmorbrand und Feuerwerks-Brände: Polizei und Feuerwehr hatten an Silvester viel zu tun.

GRABENSTÄTT/TRAUNREUT/SÜDBAYERN Ein abgelenkter Böller war um 1:53 Uhr die Ursache für einen brennenden Papiercontainer in Grabenstätt, der wiederum einen Pkw in Brand setzte. Das Feuer griff auch noch auf die angrenzende Hecke des Nachbaranwesens über. Insgesamt entstand ein Sachschaden von rund  30.000 Euro. Aber auch hier sind keine Personen zu Schaden gekommen. Rund um den Jahreswechsel wurden 30 Brandmeldungen entgegengenommen und ungefähr doppelt so viele verbale Streitigkeiten und tätliche Auseinandersetzungen registriert.

Gegen 0.15 Uhr wurde die Feuerwehr Traunreut zu einem Brand in der Hermannstädter Straße alarmiert (Foto). Eine Silvesterrakete hatte sich auf einen Balkon verirrt und eine Holzkiste entzündet. Als die Feuerwehr anrückte, hatte der Bewohner bereits das Feuer löschen können. Ohne den schnellen Löschversuch des Anwohners wäre ein größerer Wohnungsbrand nicht auszuschließen gewesen.

Auch im restlichen Südbayern war viel geboten. Gegen 22.50 Uhr hantierte eine Gruppe junger Leute in Bruckmühl mit Böllern. Ein Kracher explodierte unmittelbar direkt vor dem Gesicht eines jungen Mannes. Er erlitt dabei eine Platzwunde, die im Krankenhaus ärztlich versorgt wurde. Etwa eine Stunde später wurde auf einem Campingplatz in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen ein Jugendlicher von einer Silvesterrakete im Gesicht getroffen. Die Abschussbatterie war umgefallen und hatte die Rakete auf den Jugendlichen gelenkt. Er wurde am Auge verletzt und ebenfalls im Klinikum behandelt.

Ganz ohne Personen- und Sachschaden verlief der Einsatz anlässlich eines Kellerbrandes in einem Acht-Parteien-Haus in Bad Tölz. Ein Anwohner hatte um 0.15 Uhr festgestellt, dass der Keller völlig verraucht war und die Feuerwehr verständigt. Die Einsatzkräfte räumten das Anwesen und drangen in den Keller vor. Dort hatte ein Reifenstapel zu schmoren begonnen und die Verrußung verursacht. Offene Flammen waren noch nicht festzustellen. Die Einsatzkräfte belüfteten den Keller und entsorgten die „heißen Reifen“.

Weniger erfreut über den Beginn des neuen Jahres dürften die Eigentümer eines Hauses in Piding sein. Um 0.42 Uhr wurde eine brennende Garage gemeldet. Die Feuerwehr war schnell zur Stelle und konnte den Brand einer Vertäfelung an der Garagenwand sofort löschen. Das Feuer wurde von einem Nachbarngemeldet, da die Besitzer selbst nicht zu Hause waren. Der Schaden beläuft sich dank der aufmerksamen Nachbarn  lediglich auf 2000 Euro.

Glück im Unglück hatten die Bewohner eines Wohnhauses in Weilheim. Sie waren um 1.20 Uhr bei ihren Nachbarn zur Silvesterfeier, als sie den Brandmelder aus ihrem Haus hörten. In der Küche hatte eine Tüte unter der Küchenzeile zu schmoren und zu rauchen begonnen und damit den Brandmelder ausgelöst. Vater und Sohn holten die Katzen aus der Wohnung, während die zwischenzeitlich eingetroffenen Feuerwehrleute den Brandherd ablöschten. Durch das Einatmen der Dämpfe erlitten die beiden Männer eine Reizung der Atemwege, die aber keiner weiteren ärztlichen Behandlung bedurfte. Positiv: Es gab keinen Gebäudeschaden.

Um 2.15 Uhr ging die Meldung über eine brennendes Wohnhaus in Bernau am Chiemsee ein. Die alarmierten Feuerwehren konnten aber schnell Entwarnung geben. Ein Papiercontainer hatte Feuer gefangen und das Vordach des Hauses in Mitleidenschaft gezogen. Verletzt wurde niemand und der Sachschaden hält sich in Grenzen. Verteilt über den Schutzbereich kam es noch zu weiteren kleineren Bränden, einer Handvoll Verkehrsunfällen, die allesamt glimpflich verliefen, und zu der ein oder anderen Auseinandersetzung – meist unter dem Einfluss von Alkohol.


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