01.01.2012, 11:55 Uhr

Bilanz der Silvesternacht: Mehrere Brände durch Raketen

In der Silvesternacht hatten die Beamtinnen und Beamten des Polizeipräsidiums Obberbayern - wie auch die Feuerwehren und Rettungsdienste - zwar zahlreiche Einsätze zu bewältigen, glücklicherweise blieb es dabei aber meist bei Sachschäden, schwere Verletzungen von Menschen wurden nicht bekannt.

LANDKREIS BGL Nachdem sich vor Mitternacht das Einsatzaufkommen für Feuerwehren, Rettungsdienste und Polizei noch in Grenzen hielt, stieg ab Mitternacht die Einsatzintensität sprunghaft an und forderte die Einsatzkräfte nahezu im gesamten südoberbayerischen Raum bis in die Morgenstunden.

Brand in Ainring

Möglicherweise löste am Silvesterabend um kurz nach 23.00 Uhr ein Feuerwerkskörper einen Brand auf einem Balkon im sechsten Stock eines Mehrfamilienhauses im Ainringer Ortsteil Mitterfelden aus. Von dort aus griff das Feuer auf die Wohnung über, konnte aber von den Feuerwehren aus Ainring und den umliegenden Gemeinden rasch gelöscht werden. Bei dem Brand entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 30.000 Euro. Personen kamen nicht zu Schaden, die Wohnungsinhaber waren zur Brandzeit außer Haus. Die Traunsteiner Kriminalpolizei hat noch vor Ort die Ermittlungen aufgenommen.

Himmelslaterne stetzt Vordach in Brand

Eine so genannte Himmelslaterne hat in der Silvesternacht gegen 0.30 Uhr ein Vordach der Firma Reber in der Ludwigstraße in Brand gesetzt (Fotos). Vermutlich durch den starken Regen ging das Feuer noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte von alleine aus. Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei mussten ausrücken. Die Polizei bittet nun um Hinweise dazu, wer den verbotenen Ballon gestartet hat. Ein Passant hatte am Dachstuhl ein loderndes Feuer gesichtet und einen Notruf abgesetzt, woraufhin die Leitstelle Traunstein gegen 0.30 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Bad Reichenhall und das Rote Kreuz in die Ludwigstraße schickte. Als die Einsatzkräfte in der Fußgängerzone eintrafen, konnten sie zunächst keine Zeichen für einen Brand finden. Erst als sie mit der Drehleiter den Dachstuhl kontrollierten, entdeckten sie auf einem Vordach eine bereits erloschene Himmelslaterne. Allem Anschein nach war das Feuer durch den starken Regen von alleine ausgegangen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt und es entstand kein Sachschaden. 25 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren rund eine halbe Stunde mit vier Fahrzeugen vor Ort. Vorsorglich rückte auch das Rote Kreuz mit einem Rettungswagen und dem Einsatzleiter aus. Da von Himmelslaternen eine hohe Brandgefahr ausgeht, ist es verboten, derartige  Ballone steigen zu lassen. Wer dies dennoch tut, begeht nach Angaben der Reichenhaller Polizei eine Ordnungswidrigkeit nach der Verordnung zur Verhütung von Bränden. Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte der Ballon im Bereich des Rathausplatzes gestartet worden sein. Die Polizei Bad Reichenhall bittet nun unter der Telefonnummer +49 (0) 8651 9700 um Hinweise, um den Verursacher ausfindig zu machen.

Verteilt über den Schutzbereich kam es noch zu weiteren kleineren Bränden, bei denen jeweils geringerer Sachschaden entstand. Und die ein oder andere Auseinandersetzung – meist unter dem Einfluss von Alkohol – hatten die Beamtinnen und Beamten in dieser Nacht auch noch „abzuarbeiten“. Hierzu berichten die nachgeordneten Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ggf. gesondert.


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