18.10.2019, 11:02 Uhr

Prosa aus Tschechien Lesung mit dem tschechischen Autor Jiří Hajíček in Regensburg

(Foto: David Konecny)(Foto: David Konecny)

Am Mittwoch, 23. Oktober, um 19 Uhr findet im Lesesaal der Staatlichen Bibliothek Regensburg eine Lesung mit dem Autor Jiří Hajíček statt.

REGENSBURG Der 1967 geborene Jiří Hajíček zählt heute zu den erfolgreichsten Prosaautoren der tschechischen Gegenwartsliteratur. Zwei seiner vier Romane wurden mit dem renommierten Literaturpreis Magnesia Litera ausgezeichnet, seine Werke sind in zahlreiche europäische Sprachen übersetzt, ins Deutsche allerdings seit kurzem (Der Regenstab, Roman 2017, dt. 2019). Aufgewachsen auf dem Land und in České Budějovice/Böhmisch Budweis ansässig, lotet der Autor immer wieder einen großen, gegenwärtig europaweit aktuellen Themenkreis aus: das Spannungsfeld Stadt – Land. Chic und modern, restauriert, etabliert versus vergessen, verfallen, verarmt. Und beide auf eigene Weise verzweifelt. Wo ist wirklich der Ort, der ein Zuhause sein kann: sozial, moralisch, ästhetisch?

Die Lesung mit Jiří Hajíček stellt einen Autor vor, der die Fragen der Zeit aufwirft. Wir erfahren vom Nachbarn und schauen in einen Spiegel, gerade hier in der Oberpfalz, kreist doch sein zweiter Roman um das Kernkraftwerk Temelín, und da ist Wackersdorf ganz nah. Im Zentrum der Lesung wird Hajíčeks jüngster Erzählband stehen (2014, dt. 2019), vorstellen wird ihn die Übersetzerin Julia Miesenböck.

Der Autor spricht sehr gut Deutsch; ein diskutierfreudiges Publikum wäre der richtige Partner für die Eröffnung ungewöhnlicher Perspektiven aufs Nachbarland. Der Eintritt ist frei.


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