17.10.2019, 14:55 Uhr

Grünes Kino Filmreihe zu Umwelt und Nachhaltigkeit im Ankersaal

„Welcome to Sodom“ porträtiert Europas größte Müllhalde – mitten in Afrika. (Foto: Camino Filmverleih)„Welcome to Sodom“ porträtiert Europas größte Müllhalde – mitten in Afrika. (Foto: Camino Filmverleih)

Klimawandel, Konsum und Umweltaktivismus sind Themen unserer Zeit, auf die mit der Dokureihe „Grünes Kino“ ein filmischer Fokus gelegt wird. Vom 25.10. bis 3.11. beschreiben sechs Dokumentationen die Mechanismen der globalen Wertschöpfung, zeigen die Zerstörung der Erde durch den Menschen oder stellen Projekte vor, die alternative und ökologische Ideen im Sinne einer nachhaltigen Gesellschaft verfolgen.

BURGHAUSEN. Gerade in Zeiten, in denen Greta Thunberg als Vorreiterin einer ganzen Generation zu Klimagerechtigkeit aufruft und SchülerInnen sich zu „Fridays for Future“-Demos organisieren, leistet die Filmreihe einen Beitrag, auch im kleineren Rahmen zur Bewusstseinsbildung beizutragen und zum Nachdenken anzuregen.

„Die rote Linie - Vom Widerstand im Hambacher Forst“ beschreibt den Kampf um den Hambacher Forst, das zähe Ringen um den Ausstieg aus der Kohleverstromung und den wachsenden öffentlichen Widerstand: Eine lokale David-gegen-Goliath-Geschichte. In „Die Wiese“ lädt Jan Haft, einer der besten Naturfilmer der Welt, den Zuschauer ein in das Paradies von nebenan und dokumentiert in beeindruckenden Aufnahmen die Vielfalt und Faszination der Blumenwiese. Der Film eignet sich auch für einen Kinobesuch mit Kindern, die dort eine Welt voller Geräusche, Düfte und Farben erleben und Wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt erfahren können. Für diese Filmmatinee wird eine ermäßigte Familienkarte angeboten. „Welcome to Sodom – Dein Smartphone ist schon hier“ lässt die Zuschauer hinter die Kulissen von Europas größter Müllhalde mitten in Afrika blicken und portraitiert die Verlierer der digitalen Revolution. Dabei stehen nicht die Mechanismen des illegalen Elektroschrotthandels im Vordergrund, sondern die Lebensumstände und Schicksale von Menschen, die am untersten Ende der globalen Wertschöpfungskette stehen. „Zeit für Utopien“ zeigt lebensbejahende, positive Beispiele, wie man mit Ideen und Gemeinschaftssinn viel erreichen und Nachhaltigkeit auch im Alltag umsetzen kann. „Erde“ porträtiert wie mehrere Milliarden Tonnen Erde jährlich durch Menschen bewegt werden - mit Schaufeln, Baggern oder Dynamit. Der österreichische Regisseur Nikolaus Geyrhalter beobachtet in Minen, Steinbrüchen und Großbaustellen Menschen bei ihrem ständigen Kampf, sich den Planeten anzueignen. „Dark Eden – Der Albtraum vom Erdöl“ berichtet über Fluch und Segen fossiler Energie.

Die Filme im Überblick:

Die Rote Linie – Vom Widerstand Im Hambacher Forst (25.10., 20.00 Uhr)

Die Wiese (27.10., 11.00 Uhr)

Welcome to Sodom – Dein Smartphone ist schon hier (30.10., 20.00 Uhr)

Zeit für Utopien (1.11., 20.00 Uhr)

Erde (2.11., 20.00 Uhr)

Dark Eden – Der Albtraum vom Erdöl (3.11., 11.00 Uhr)

Karten für die Filme gibt es nur an der Abendkasse, jeweils 8 Euro. Detaillierte Infos zum Programm gibt es unter www.ankersaal.de.


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