15.10.2018, 12:36 Uhr

Impflücken schließen Informationskampagne zur Masern-Schutzimpfung gestartet

(Foto: Alexander Raths/123rf.com)(Foto: Alexander Raths/123rf.com)

Eine Informationskampagne von Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml für Schutzimpfungen gegen Masern ist am Montag, 15. Oktober, gestartet. Huml betonte aus diesem Anlass: „Es gibt nach wie vor Impflücken in der Bevölkerung. Deshalb werben wir erneut intensiv für Schutzimpfungen.“

BAYERN Die Zahl der Masern-Fälle in Bayern ist in diesem Jahr deutlich gestiegen. Konkret gab es bis einschließlich zur 40. Meldewoche (Datenstand: 08.10.2018) bereits 100 Masern-Fälle in Bayern. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 43 Fälle.

Die Ministerin erläuterte: „In den kommenden sechs Wochen läuft noch einmal unsere Aufklärungskampagne ‚Masern sind kein Kinderkram‘. Dabei setzen wir auch wieder auf unseren bereits ausgezeichneten Kino-Spot. Dieser weist mit humoristischem Ansatz insbesondere junge Erwachsene darauf hin, dass Masern kein ‚Kinderkram‘ sind.“ Der Film wird ab dem 18. Oktober bayernweit in Kinos als Vorspann gezeigt - und auch auf Infoscreens in Nürnberg und München sowie in Arztpraxen. Er ist zudem im Internet zu sehen. Huml unterstrich: „Erfreulicherweise zeigen die Impfquoten in Bayern bei der Masernimpfung wie auch bei den übrigen von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfungen einen kontinuierlichen Anstieg. So ist es uns in den vergangenen 13 Jahren dank unserer intensiven Aufklärungsarbeit gelungen, bayernweit die Zahl der zweimal gegen Masern geimpften Kinder deutlich zu steigern - und zwar um 48,2 Prozentpunkte auf 92,2 Prozent. Das belegen die Schuleingangsuntersuchungen. Nach Ansicht von Experten ist jedoch eine Impfquote von mindestens 95 Prozent zur Elimination der Masern notwendig.“

Bei den Masernmeldungen gab es in den vergangenen Jahren einen hohen Anteil an erkrankten Jugendlichen und Erwachsenen. So war in Bayern circa die Hälfte der gemeldeten Fälle (52 Prozent) in den Jahren von 2010 bis 2017 15 bis 45 Jahre alt. Huml unterstrich: „Wir empfehlen daher allen nach 1970 geborenen Erwachsenen und allen Jugendlichen, ihren Impfausweis überprüfen zu lassen. Denn nur wer in der Kindheit zweimal oder im Erwachsenenalter einmal gegen Masern geimpft ist, besitzt einen vollständigen Schutz.“ Huml, die approbierte Ärztin ist, erläuterte: „Masern sind hochansteckend. Außerdem können sie einen sehr schweren Verlauf mit gravierenden gesundheitlichen Spätfolgen nehmen. In vielen Fällen ist sogar ein Krankenhausaufenthalt nötig. Eine Impfung ist der beste Schutz gegen Masern. Wer geimpft ist, schützt sich und andere - das sollten auch Impfgegner bedenken.“

Den Kino-Spot zur Aufklärungskampagne „Masern sind kein Kinderkram“ finden Interssierte auch im Internet unter www.schutzimpfung-jetzt.de.


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