12.01.2018, 19:31 Uhr

Gesundheit Modellprojekt der Alzheimer Gesellschaft Kelheim wird gefördert

Der Vorstand der Alzheimer Gesellschaft für den Landkreis Kelheim e. V. freut sich über den Start des Modellprojektes. (Foto: Alzheimer Gesellschaft)Der Vorstand der Alzheimer Gesellschaft für den Landkreis Kelheim e. V. freut sich über den Start des Modellprojektes. (Foto: Alzheimer Gesellschaft)

Gute Nachrichten für Angehörige von an Demenz erkrankten Menschen: Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml fördert das Modellprojekt „Helfen und selber gesund bleiben!“ der Alzheimer Gesellschaft für den Landkreis Kelheim e. V. mit rund 100.000 Euro.

KELHEIM Das Modellprojekt umfasst die Vermittlung von Kompetenzen und Handlungsstrategien zur langfristigen Erhaltung der Gesundheit pflegender Angehöriger (Baustein „Helfen und selber gesund bleiben“), den Abbau von Hemmschwellen bei der Inanspruchnahme von Hilfen von außen (Baustein „Hilfe annehmen“) und die Information über Hilfsmöglichkeiten mithilfe einer Informationsplattform, die es Angehörigen ermöglicht, schnell und unkompliziert auf benötigte Informationen zuzugreifen (Baustein „Sich kundig machen“). Es läuft vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2019 und wird zur Qualitätssicherung wissenschaftlich begleitet.

Die 2016 gegründete Alzheimer Gesellschaft für den Landkreis Kelheim e. V. unter dem Vorsitz von Landrat Martin Neumeyer entwickelt und fördert Hilfen für alle von der Alzheimerschen Krankheit oder von anderen fortschreitenden Demenzerkrankungen betroffenen Menschen. Neben der Förderung durch das Bayerische Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege unterstützen derzeit auch die Raiffeisenbank Kreisverband Kelheim und der Kreisverband der Sparkassen Kelheim das Projekt finanziell. „Wir sind froh über jede Spende, die dazu beiträgt, unsere Arbeit zu unterstützen“, so Neumeyer.

Mit dem Modellprojekt hat die Alzheimer Gesellschaft für den Landkreis Kelheim e. V. sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: „Wir werden ein innovatives Selbsthilfekonzept für pflegende Angehörige erarbeiten, das langfristig auch über den Landkreis Kelheim hinaus eingesetzt werden kann“, so Gerrit Idsardi, zweiter Vorsitzender des Vereins. Der gebürtige Niederländer, der seit 2004 in Bad Abbach lebt, wird das Projekt koordinieren. Im ersten Schritt werden die Konzepte für die einzelnen Projektteile bis zum Sommer inhaltlich erarbeitet, anschließend startet die Umsetzungs- und Evaluationsphase. Damit nach dem Abschluss des Modellprojektes das Konzept überregional zur Verfügung gestellt werden kann, wird die Alzheimer Gesellschaft für den Landkreis Kelheim die erprobten und evaluierten Konzepte nach Projektende in Form von Leitfäden und Train-The-Trainer-Kursen zur Verfügung stellen. Angehörige, die Interesse haben an dem Projekt teilzunehmen, können sich bereits jetzt per Mail an info@alzheimer-kelheim.de vormerken lassen.


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