05.08.2020, 18:49 Uhr

Dreister Diebstahlversuch Frechheit siegt ... diesmal nicht!

Ein Taxifahrer wehrte sich vehement, einen dreisten Autodieb samt seinem Auto davon ziehen zu lassen. F.: PolizeiEin Taxifahrer wehrte sich vehement, einen dreisten Autodieb samt seinem Auto davon ziehen zu lassen. F.: Polizei

Hinter dem Rücken eines an seinem Auto lehnenden Taxifahrers stieg ein Dieb ein und wollte damit auf und davon.

Flughafen. Dieses Erlebnis wird ein 50-jähriger Taxifahrer wohl nie vergessen und noch seinen Enkeln erzählen: Der Freisinger stellte sein Taxi, einen Mercedes in der bekannten gelben Farbe mit Schild, am heutigen Mittwoch, 5. August, gegen 10.45 Uhr, am Taxistand in der Terminalstraße Mitte am Flughafen ab und wartete dort auf Fahrgäste. Hierzu stieg er bei dem schönen Wetter aus und lehnte sich mit seinem Rücken an die Motorhaube, den Schlüssel ließ er stecken.

Nach etwa zwei Minuten Wartezeit startete plötzlich der Motor des Fahrzeuges, woraufhin sich der Taxifahrer überrascht umdrehte und einen fremden Mann auf dem Fahrersitz sah. Ein 19-jähriger amerikanischer Soldat versuchte gerade den Mercedes in Bewegung zu setzten, war jedoch offenbar nicht auf ein Automatikgetriebe vorbereitet und versuchte krampfhaft einen Gang einzulegen. Da sich der Freisinger sein Taxi natürlich nicht klauen lassen wollte, stieg er geistesgegenwärtig auf der Beifahrerseite ein und versuchte den ungebeten Gast am Wegfahren zu hindern. Während dem folgenden Handgemenge gelang es dem Autodieb nun doch, das Taxi in Gang zu bekommen und mit Vollgas loszufahren. Weit kam er mit dem Fahrzeug jedoch nicht, da es direkt neben der Straße nach Mitnahme eines Begrenzungspfostens auf dem dortigen Grünstreifen aufsetzte.

In dieser misslichen Lage schlug der Soldat den Taxifahrer mit der Faust ins Gesicht und wollte mit dem Mercedes weiterfahren. Nachdem sich der Taxifahrer jedoch weiter zur Wehr setzte, und das Taxi nicht mehr von der Stelle zu bekommen war, ergriff der Autodieb schließlich zu Fuß die Flucht. Zur Dreistigkeit kam dann Pech hinzu, da der Dieb einer Streife der Bundespolizei in die Arme lief und noch direkt am Tatort festgenommen werden konnte.

Während am Taxi Sachschaden in Höhe von ca. 10.000 Euro entstand, wurde der Taxifahrer durch das Handgemenge und den Schlag ins Gesicht leicht verletzt.

Die Polizeiinspektion Flughafen München hat die Ermittlungen wegen diverser Delikte, unter anderem Diebstahl und Körperverletzung, aufgenommen. Wie es mit dem in Haft befindlichen Soldaten weitergeht, wird die Staatsanwaltschaft unter Berücksichtigung des NATO-Truppenstatuts entscheiden. − we –