05.01.2019, 16:19 Uhr

Vorfall in Hessen Er kam nicht aus der Parklücke – 45-Jähriger park Notarztfahrzeug einfach um

(Foto: Joerg Huettenhoelscher/123rf.com)(Foto: Joerg Huettenhoelscher/123rf.com)

Medizinische Notfälle erfordern ein sofortiges Handeln. Hierzu können die Regeln der StVO durch Einsatzfahrzeuge außer Kraft gesetzt werden. Am Freitag, 4. Januar 2019, wurde in Eppstein Westhessen ein Fahrzeug durch ein Notarzteinsatzfahrzeug kurzer Hand eingeparkt, um schnellstmöglich das Leben eines Bürgers, der sich in einer medizinischen Notlage befand, zu retten“, so beginnt eine Meldung des Polizeipräsidiums Westhessen. Soweit eigentlich ein normaler Vorgang ...

EPPSTEIN/HESSEN Der Fahrzeughalter, der nun eingeparkt war, hatte „anscheinend wenig Verständnis“, berichtet die Polizei weiter. Der Fahrer dachte wohl, selbst ist der Mann, und wurde aktiv – sehr zum Erstaunen der Einsatzkräfte. „Während der lebenserhaltenden Maßnahmen stieg ein 45-Jähriger in das offenstehende Einsatzfahrzeug und parkte dieses eigenständig um, um selbst ausparken zu können.“ Damit aber nicht genug! In der Folge ergriffen die Einsatzkräfte die Flucht, denn auf sein Verhalten angesprochen, „trat der Umparker in einer derart aggressiven Art und Weise dem Rettungssanitäter gegenüber, dass dieser sich im Einsatzfahrzeug verschließen musste“, um sich letztlich in Sicherheit zu bringen.

Der 45-Jährige bekommt jetzt richtig Ärger, „das Verhalten des uneinsichtigen Bürgers stellt eine Straftat dar. Denn ein Zugreifen auf weitere medizinische Hilfsmittel wurde durch das Umparken deutlich erschwert, sodass eine Beeinträchtigung bei der Ausführung der rettungsdienstlichen Maßnahmen vorliegt“, berichtet die Polizei. Zur weiteren Bearbeitung des Falles werden Augenzeugen gebeten, sich bei der Polizeistation Kelkheim unter der Telefonnummer 06195/ 67490 zu melden.


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